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Sonntag, den 09. Oktober 2011 um 16:53 Uhr H. Heinz
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Getreu dem Motto, Wortabkürzungen braucht jeder, hier nun eine Kreation der Feuerwehr Alpirsbach:

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Alpirsbacher Feuerwehrsamstag mit Schwerpunktübungen

Der erste Samstag dieser Art fand am 01. Oktober 2011 statt. An diesem Tag gab es folgende Schwerpunktübungen, die sich jeweils über 2 Stunden streckten:

1.    Basics am Löschgruppenfahrzeug LF16/12
2.    Fortbildung Drehleitermaschinisten
3.    Retten und Selbstrettung aus einem überschlagenen Auto
4.    Atemschutz: Atemschutznotfall

Zu jedem Schwerpunktthema hatten jeweils ein oder mehrere Gruppenführer ein Übungsszenario erarbeitet, dass sie dann mit ihren Kameraden sowohl in der Theorie, als auch in der Praxis übten.

Beim Thema Atemschutz wurde dasselbe Schwerpunktthema, dass zurzeit auch bei der Atemschutzauffrischung in Sulz behandelt wird, aufgegriffen. Bei dem Thema geht es um einen Atemschutznotfall. Atemschutznotfall kann vieles bedeuten, z. B. das bei einem Kameraden die Atemluft seines Atemschutzgerätes zuneige geht, ein Kamerad verletzt ist oder die Orientierung im verrauchten Gebäude verloren hat. Als erstes wird darauf hingewiesen, wie man vorschriftsmäßig andere darauf aufmerksam macht wenn man einen eigenen Notfall hat. Das geschieht mit den drei Signalwörtern "Mayday, Mayday, Mayday". Sobald dies jemand über Funk mitteilt, gilt die ganze Aufmerksamkeit diesen in Not befindlichen Kameraden.

Im Weiteren ging es dann noch um den Fall, einen Kameraden mit Atemschutzflasche aus einem Gebäude zu bekommen oder ihm "on the fly" die Atemschutzflasche zu wechseln.

Sehr interessant ist auch, wie einfach sich ein Trupp mit einem "Rettungspacket" ausstatten kann. So ein Packet beinhaltet ein Atemschutzgerät, eine Atemschutzmaske, ein Tragetuch und eine Axt. Es kann natürlich auch, je nach Einsatz, entsprechend mehr oder weniger beinhalten. Alle Gegenstände werden in das Tragetuch eingewickelt und mit Hilfe der Axt zu zweit transportiert. (ein Bild ist leider noch nicht vorhanden)

Für Maschinisten gab es gleich zwei Schwerpunkte. Das erste Thema war für Fortgeschrittene, die Bedienung der Drehleiter. Thema zwei wiederum für Anfänger. Zwei erfahrene Maschinisten standen hier dem Rest am LF16/12 gegenüber. Den jungen und angehenden Maschinisten wurde ein erster großer Einblick in den Aufbau, die Funktionsweise und Bedienungsmöglichkeiten dieses Fahrzeuges gegeben. Unter anderem wurden die verschiedenen Funktionen der Pumpe besprochen, wann es Sinn macht, das Notstromaggregat mit in Betrieb zu nehmen und noch vieles mehr.

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Mit der Drehleiter konnte bei den Materialsilos der Firma Saier ausgiebig geübt werden. Es wurden verschienene Möglichkeiten von Anleiterpositionen, Personenrettung aus verschiedenen Höhen und der Notbetrieb getestet. Ob die Schwindelfreiheit nach wie vor gegeben ist konnten die Kameraden beim Besteigen der Leiter testen. Um Personen aus der Höhe und auch aus Tiefen zu retten, wurde mit der Schleifkorbtrage geübt. Diese wird mit Hilfe von Seilen an der Drehleiter befestigt.

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Der letzte Schwerpunkt betraf dann die Rettung bzw. Selbstrettung aus einem überschlagenen PKW. Hier möchten wir uns zu aller erst bei der Fahrschule Widmer (www.die-2-fahrschule-widmer.de), für die Bereitstellung des Überschlagssimulators bedanken. Mit Hilfe des Instructors Dominic Pfau konnte man am eigenen Körper erfahren, wie man sich bzw. andere schonend und sicher aus einem überschlagenen PKW retten kann.

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Als großes Extra wurde beim überschlagenen PKW auch ein sogenanntes Spineboard verwendet. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Trage. Um diese verwenden zu dürfen, benötigt man auch eine spezielle Einweisung, die von Dominic Pfau durchgeführt wurde. Hier geht unser Dank an Manuel Schwab, der uns vor einiger Zeit dieses Spineboard, als Dank für unsere Hilfe bei seinem Dachstuhlbrand, gespendet hatte.

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Von links: Kdt. Markus Kohler, Manuel Schwab, Abt. Kdt. Jörg Schwenk

Zum Abschluss konnte man in einer geselligen Runde, mit Bratwurst und Weckchen, die gelungene Übung zu Ende gehen lassen.

Mit Bitte um Wiederholung.